Das Klischee-Amerika

Nach einem problemlosen Flug bin ich gut in den USA angekommen. Schon bald habe ich gemerkt, dass die USA wahrhaftig so ist, wie man es sich vorstellt u. a. Überall komische Verbots- oder Warnschilder. Und es war der 4. Juli Nationalfeiertag der Amerikaner. Wir gingen das Feuerwerk am Abend anschauen (es war etwa gleich wie das in Biel einfach ein bisschen Bunter und mehr Rot Blau). Es gab viele Leute und man merkte wie patriotisch sie sind. (oder Schreit bei uns ein Obdachloser, es lebe die Schweiz God bless Switzerland am ersten August? In Amerika machen die das!)
Von San Francisco war ich erstmal ein bisschen geschockt. Es gab extrem viele Obdachlose Menschen, welche zum Teil auch Drogensüchtig sind und auf der Strasse herum brüllen, das hätte ich nicht gedacht. Des Weiteren ist einfach alles viel mühsamer zum Organisieren als das ich es mir bisher gewohnt war. Dazukommt, dass es nicht besser Organisiert ist als Lateinamerika. Das hat zur Folge, dass etwas dreimal länger dauert bis man es hat und dazu kommt dann noch die obligate Stunde weil man unpünktlich ist.
Ich habe aber trotz dieser „umstellungs- Problemen“ San Francisco genossen. Es ist eine sehr schöne Stadt mit verschiedenen Gesichter (und es hatte ein „bisschen sehr viele“ Touristen, aber selber Schuld, wenn man in der Hochsaison geht). Die Goldengate Bridge, welche ich mit dem Velo überquert habe, war eindrücklich. Und die vielen kleinen Häuschen die es gibt sind schnuckelig.

Square
Einen Tag war ich im Yosemite Valley, es war ein langer Weg dorthin aber hat sich gelohnt. Diese Felswände sind sehr imposant und der Wald war sehr schön (endlich habe ich wieder einmal richtigen Tannenwald gerochen).
El Capitan und Half Dome
Nach 6 Tagen San Francisco fuhr ich nach Portland. Das war ja das Absolute Highlit bis da hin. Ich kann ja sagen, dass ich ziemlich viel Bus gefahren bin in letzter Zeit, aber so etwas habe ich noch nie erlebt. Der schlimmste Bus in den letzten 5 Monaten und das erstnoch für 18 Stunden und in der Nacht. Unbequem (den Sitz konnte man nur ca. 10cm nach hinten stellen und die Beine passten auch nicht unter den Vordersitz und „Ohren“ hatte es auch keine, damit der Kopf nicht unkontrolliert umher fällt). Na ja irgendwie habe ich dann diese 18 Stunden (beim Umsteigen mussten wir 1.5 Stunden auf den anderen Bus warten) überstanden.
Portland ist eine gemütliche Stadt sehr sauber, aber auch hier gibt es wieder viele „komische“ Menschen.
Kersten wohnt 30 Minuten ausserhalb von Portland in Hillsboro in einer Wohnsiedlung. (Es kommt mir vor wie eine Feriensiedlung, es ist Grün und hat ein Pool). Ich genoss meine Tagen hier sehr, ich konnte endlich wieder einmal richtig Kochen und Brot backen und nicht immer wider meinen Rucksack ein und auspacken, so richtig Ferien wie man sich das Vorstellt. Wir haben verschiedene Tagesausflüge gemacht, einmal ans Meer, waren Wandern und sonst Verschiedenes anschauen (und Kleider einkaufen, und zum Guten Schluss, nach gefühlten 100 Schuhläden, auch noch Schuhe für Kersten). Das Ganze ist in den USA leider häufig mit viel Auto fahren verbunden.

Mirror Lake mit Mount Hood
Super cool war natürlich auch den Helikopterflug den wir gemacht haben (Merci Kersten). Alles einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten ist sehr spannend. (Ich war ein Bisschen nervös vor dem Flug, aber es war einmal in der Luft einfach super).

Die Reise ging (nach einer kurzen weinreichen Nacht) nach 13 erholsamen, unvergesslichen Tagen (danke an die WG-Saftladen) weiter nach Seattle.
Ich bin der ganze Tag durch Seattle gestiefelt und nun völlig kaputt. Seattle ist eine Stadt wo es an jedem Ecken ein Starbucks Coffee gibt und wenn es keinen Starbucks hat, dann eben einen anderen Café Shop. Die Stadt hat mir gefallen. (Es gibt nichts Weiteres dazu zu sagen! Vielleicht bin ich auch einfach zu müde!)
Deshalb Gute Nacht und Hasta Proxima

Seattle
Hier noch ein paar Klischees und Anekdoten:

- Die Autos sind noch grösser als man es sich Vorstellt.
- Die Leute sind zum Teil wirklich sehr Dick (vor allem in Vororten und Ländlicher Gegend).
- Die Portionen sind riesig und fettig (an einem Morgen waren wir Pankacke essen, ich habe die Hälfte gegessen und danach war mir der halbe Tag schlecht).
- Die typischen Einfamilienhausstrassen mit zwei riesen Autos vor der Tür und der Flagge gibt es wirklich.
- Die Stromleitungen sehen hier aus wie bei uns vor 60 Jahren.
- Beim Drive Thru MacDonalds kann man ohne „Vehicle“ nichts bestellen, es ist zu gefährlich (es war mitten in der Nacht und der „normale“ MacDonalds war schon geschlossen, wir mussten mit leerem Magen ins Bett)
- Es gibt fast nur Fast Food ketten und keine normale Restaurants
- Refell ist das grosse Wort, so kann man schnell einen oder mehr Liter Cola trinken zum Hamburger (und noch Einen dazu mit auf den Weg nehmen).
- In den Mietverträgen steht doch tatsächlich drin, dass Autofahren gefährlich ist, da man Personen rund ums Auto eventuell nicht sehen kann und das Fenster öffnen ist auch Gefährlich, da man herausfallen kann (hoffentlich schlagen sie sich den Kopf im Bett während dem Schlafe nicht an!).
- Einen Inch (ca. 2.5 cm) Wasser sind Gefährlich man kann darin Ertrinken (besonders in der Nacht, wenn die Sprinkleranlagen im Akkord sprenkeln).
- Ein anderes viel benutztes Wort ist auch: Enriched, das heisst soviel wie besser gemacht, deshalb sind hier auch die Teigwaren nicht nur Teigwaren sondern, irgendwelche Mehl, Gries Gebinde mit ca. 5 verschiednen Zusätzen von Vitamin Bs und Folrsäure und Eisen und und und (Beim Reis ist es ähnlich, Milch gibt es nur mit Vitamin A+ D und von den Joghurts reden wir gar nicht erst).
Diese Liste könnte unendlich Lange weiter Geführt werden....

Klischee
nelumbo85 - 22. Jul, 19:22
