Donnerstag, 20. Juni 2013

Fliegender Sonnenschirm und alte Steinblöcke

Die Zeit vergeht wie im Flug. Nun bin ich schon seit fünf Monaten unterwegs und in zwei Monaten werde ich wieder zu hause sein.

Mexiko gefällt mir sehr gut. Ich habe hier schon so viel gesehen und erlebt in den letzten vier Wochen, dass es mir schwer fällt zu schreiben, da ich nicht weiss wo anfangen oder wo aufhören......

Mexiko City war gross, riesengross. So dass ich über meinen eigenen Schatten gesprungen und habe mich in eine Touri Doppeldeckerbus gesetzt. Ich war aber sehr froh das gemacht zu haben. Ich bekam so einen Guten überblick über die Stadt und man sieht die Häuser aus einem anderen Blickwinkel (was natürlich für mich sehr interessant war). Ansonsten habe ich halt einfach die Sehenswürdigkeiten abgeklappert. Zócalo mit Kathedrale (da hatte ich ein sehr eindrückliches Erlebnis und zwar stieg ich mit einer Gruppe auf den Turm wo gerade zwölf Uhr war und das Glockenspiel geläutet wurde, die Glocken werden da tatsächlich noch von Hand geläutet. Wenn ich also keinen Job finde zu Hause weiss ich was ich machen werde, ich werde Glockenläuterin), das Museum für Anthropologie, das Haus von Frida Kahlo und den Palacio de las Bellas Artes. Es ist eine sehr interessante Stadt wo man stundenlang durchschlendern kann und neues entdecken.

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Palacio de las Bellas Arte

Die Riesenpyramiden in Teothiuacan (die zweit Grössten nach denen in Ägypten) durfte ich natürlich auch nicht verpassen.

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Sonnenpyramide

Die Silberstadt Taxco hat mich fasziniert. Wie sie sich and die Hügel schmiegen mit den weissen Häusern. (Mein Geldbeutel fand es ein bisschen weniger prickelnd).

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Taxco

Eines meiner Highlights bis jetzt in Mexiko ist Morelia. Eine Stadt mit einem super Flair und einem einladenden Zócalo wo ich stundenlang in einem Kaffee sass und die Leute beobachten konnte.

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Männerrunde in Morelia

Als ich für die Weiterreise nochmals eine Nacht in Mexiko City übernachtete lernte ich Christina kennen. Eine Deutsche die für einen Monat Urlaub macht in Mexiko. Wir beschlossen zusammen nach Veracruz zu fahren. Seit dem sind wir zusammen unterwegs und erleben coole Sachen (zur Info wenn ich von nun an „wir“ schreibe).

Wie gerade erwähnt war Veracruz der nächste Stopp. Eine Stadt am Golf von Mexiko. Wir haben nicht so viel gemacht in Veracruz, ein bisschen shopen, am Malecon entlang schlendern und einen typischen veracruzer Milchkaffe trinken. Es war ein heiss und für mich war es, nach dem Herumrennen von den Tagen davor, gerade recht.

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Veracruz

Auch in Oxaca gab es einen sehr schönen Zócalo, wo man wiederum Kaffee trinken konnte. Einen reisen grossen Markt auf welchem man alles fand. Da waren wir auch essen und haben die Lokalen Spezialitäten probiert u.a. eine Mole negro (Sauce mit Schokolade, Chili und anderen Gewürzen), Trinkschokolade und die Heuschrecken und der Mescal (mit einer Degustation wo wir danach fast besoffen waren) durften natürlich auch nicht fehlen.
Einen Tag machten wir einen Ausflug nach Teotithlan, wo die Teppichwebereien sind. Die Leute da waren sehr freundlich und haben uns mit viel Geduld und Freude den Vorgang wie die Teppiche hergestellt und gefärbt werden gezeigt.
Zudem fuhren wir auf den Monte Alban hoch, wo sich Azteken Ruinen befinden. Von dort oben gab es einen super Ausblick über das Tal. (Die Landschaft dort ist genau so wie man sich Mexiko vorstellt, trocken hüglig und Kakteen)

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Aussicht vom Monte Alban

Nach einer schier endlosen siebenstündigen Fahrt durch die Bergen (wo ich gemeint habe die Kurven wollen nie mehr aufhören) Kamen wir an den Pazifik nach Puerto Escondido, dem Surfer Mekka. Wir nächtigten an der Playa Zicatela, das ist zwar richtig Touristisch, es hatte aber zum Glück nicht so viele Leute und darunter auch einheimische Touriste, so dass es nicht ganz so schlimm war. Und die Wellen waren rieeeesig.
Die letzte Nacht war wieder einmal legendär. Wir wollten nur ein wenig Rum trinke und daraus wurde dann ¾ Flasche (wohlgemerkt zu Zweit) und danach wurde in der nahe gelegenen Bar zusammen mit den mexikanischen Nachbarn weiter gefeiert und schlussendlich bei Bier am Pool bis um Morgens um 6 Uhr ausgeklungen. Der nächste Tag war dementsprechend hart. Und als wäre das nicht genug gewesen habe ich beim Mittagessen einen Sonnenschirm an den Kopf geknallt bekommen. Danach sah ich aus als wäre ich in eine Schlägerei geraten, da das ding genau das linke Auge getroffen hat. (Und die unfreundliche Bedienung fand nur, es sei ja nicht seine Schuld, dass das Ding wegen dem Wind weggeflogen sei)

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Surfer

Mit dem Nachtbus (der wieder einmal eine Panne hatte!) fuhren wir nach San Christobal della Casa. Eine nette Kolonialstadt mit vielen Touristen und wieder einem Markt (mein Rucksack platzt langsam aus allen Nähten, wegen den vielen Souvenirs). Von hier aus machten wir eine Tour in zwei nahe gelegene Dörfer. Das war aber enttäuschend, mehr oder weniger nur eine abzockende Touritour mit höllischen Preisen. Interessant war es trotzdem vor allem die Kirche in San Juan Chamula. In dieser Kirche gab es keine Bänke nur Kiefernadeln am Boden und die Leute zündeten Kerzen an am Boden für Kranke Menschen. In die Katholische Kirche werden sehr viele indianische Bräche hinein gebracht. Z.B geht ein Kranker mit dem Lol (eine Art Schamane) in die Kirche und der hält eine Zeremonie ab und „reinigt“ dich z.B. mit einem Huhn von deinen Krankheiten. (Dem Huhn wird dann noch in der Kirche den Halsumgedreht).

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Indigenas

Als nächstes Standen die Wasserfälle Agua Azul (leider war es wegen dem Regen eher Agua Cafe) und Misol Ha auf dem Programm. Es waren beides imposante und schöne Wasserfälle. Als Abschluss des Tages besuchen wir noch die Maya Ruinen im Dschungel von Palenque. Das sind sehr schöne Ruinen mit vielen in Stein gemeisselten Mayafiguren.
Nach einer Nacht im palenquischen Dschungel fuhren wir weiter nach Merida.

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Misol Ha

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Ruinas Palenque

In Merida war es super heiss und kein Lüftchen hat geweht. Deshalb stand auch wiederum ein bisschen durch die Stadtschlendern mit Kaffee trinken auf dem Programm.

Die Mayaruinen von Chichen Itza gehören zu den Weltwundern. Das hat man deutlich gemerkt. Schon als wir mit dem Bus angekommen sind, hat uns fast der Schlag getroffen, es standen 5 Tui Busse und noch ca. 5 andere vor dem Eingang. Dem entsprechend gab es auch Leute (anscheinend seien das aber wenig, ich möchte mir gar nicht vorstellen wie es den ist in der Hauptsaison) Man merkt auch, dass es Richtung Cancun geht, überall wird man Englisch angesprochen und die Preise werden einem in Dollar nach gekräht. (und sobald man spanisch Spricht heisst es dann, ah wenn ihr spanisch Sprecht ist der Preis noch die Hälfte!)

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Chichen Itza


Wieder einmal am Meer, diesmal an der Karibik in Tulum. Auch hier spürt am den Touristen Einfluss sehr deutlich. Nach einem Strandtag gingen wir am nächsten Tag die Ruinen anschauen. Leider hatten wir richtig Pech mit dem Wetter es hat angefangen zu schütten wie aus Kübeln. Zum Glück hatten wir uns aber die Ruinen schon alle mehr oder weniger angesehen. Mit dem Fahrrad fuhren wir zurück ins Hostel und wurden nass bis auf die Knochen. Aus einem weiteren Strandtag wurde nichts. Auch gestern war das Wetter nicht super und wir fuhren mit den Velos zu einer Nahe gelegenen Zenote (ein natürlich geformtes Erdloch, welches mit kristallklarem Wasser gefüllt ist) die aber auch nicht so toll.

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Tulum

Jetzt sind wir an der Laguna de Siete Colores. Diese Lagune macht ihrem Namen alle Ehre. Das Wasser schimmert in allen möglichen Blautönen. Wunderschön! Hier werden wir ein paar Tage bleiben. Wir haben eine Cabaña direkt am Wasser und das Wetter ist auch wieder besser. Es ist richtig schön zum Baden und Entspannen.

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Laguna de Bacalar (siete Colores)

Hasta Proxima de Belize

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