Höhen- und Vegetationsunterschiede

Popayan hat mir gefallen. Eine weitere Stadt in weiss getüncht nicht zu gross, mit einem schönen Park und kolumbianischem Leben. Leider wurde Claude krank (es geht ihm mittlerweile wieder besser und er sitzt bereits im Flieger für nach Hause). Aus diesem Grund musste ich die Stadt alleine erkunden (sein Glück, er musste nicht mit mir in jede Kirche gehen :-), in welchen es übrigens am helllichten Tag ohne Gottesdienst mehr Leute hat, welche beten, als bei uns an den Sonntagen). Am Dienstagmorgen früh machte ich mich auf den Weg nach Silvia, einem Dorf in den Bergen. Dort gibt es jeden Dienstag einen Markt, wo Indios in ihren Trachten Waren verkaufen. Es war ein sehr schöner Morgen, mit kaum Touristen.

Markt in Silvia
Da das Hostel nicht so super war (eigentlich das Einzige bis jetzt) waren wir froh, als wir weiter konnten nach San Augustin (Claude war immer noch nur halblebendig). In San Augustin angekommen merkten wir sofort, dass dies ein Ort zum Verweilen ist. Das Hostel super schön gelegen, etwas oberhalb des Dorfes, umgeben von Grün. Nach einem Tag herumflezen (was man dort wie schon erwähnt super machen kann, sogar ich) schauten wir uns den archäologischen Park an (Claude langsam auf dem Weg der Besserung, zum Glück). Dieser Park war interessant, aber nach dem fünften Grabmahl mit Statue hat man es ein bisschen gesehen. Tags darauf machten wir eine Jeeptour, nochmals Grabmähler mit Statuen und zwei Wasserfälle (diese waren nicht schlecht, aber für Schweizerverhältnisse trotzdem nicht überwältigend). Die Tour dauerte etwa 8 Stunden, die Landschaft war sehr schön. Wir waren trotzdem froh, wieder zurück in unserem gemütlichen Hostel zu sein, vor allem da die meisten Strassen unbefestigten waren und wir hinten auf dem Jeep sassen. (Mein Allerwertesten tat mir ca. drei Tage lang weh).

Aussicht vom Hostel
Weiter ging es hinab von 1620 auf 373 m.ü.M. in die Wüste von Tatacoa. Was für ein Klima herrscht dort, sehr warm (um nicht zu sagen heiss) und trocken. Wir hatten uns entschieden in der Wüste zu schlafen (zusammen mit den Moskitos). Am nächsten Tag machten wir (als wir unser Geldproblem gelöst hatten. Wir hatten nämlich vergessen in Neiva Geld abzuheben und in Villa Vieja war tatsächlich der einzige Geldautomat, welchen es gibt, kaputt. Wir konnten zum Glück die Übernachtung mit Dollar bezahlen) eine Tour durch die Wüste. Es ist eine erstaunliche Vegetation (wenn auch recht grün für eine Wüste).
Am Abend wollten wir ins Observatorium gehen um die Sternen zu betrachten. Leider hatten wir gar kein Glück mit dem Wetter, es war völlig bedeckt.

Die Wüste
Am nächsten Tag fuhren wir zurück nach Neiva . Von dort aus fuhr Claude zurück nach Bogota und ich nach Mocoa (in den Dschungel).
Mocoa ist super grün (leider auch sehr feucht). Gestern lief ich mit einem Spanier und einem Kolumbianer ans „Fin del Mundo“. 1.5 Stunden in strömenden Regen zuerst alles Bergauf, dann hinunter zum Fluss. Nachdem wir zweimal den hüfttiefen Fluss überquert hatten, standen wir vor dem „Fin del Mundo“. Das war eindrücklich und auch der Urwald ist sehr schön. (Wir mussten danach das Ganze auf dem gleichen Weg auch wieder zurück).

Fin del Mundo (ist ca. 80m Hoch)
Heute wollte ich an die Laguna de Cocha. Da es aber Nebel hatte und es aussah wie an einem Herbsttag am Bielersee, habe ich mich entschlossen direkt nach Pasto weiter zu Fahren (Mocoa 590 m.ü.M. Pasto 2594 m.ü.M, jetzt weiss ich auch warum mir etwas komisch ist) und hier meine pitschnasse Kleidung (inklusive Schuhe) von gestern zu Trocknen. (Ich hoffe auch die Schuhe schaffen es bis morgen).
Morgen geht es weiter nach Ecuador.
Hasta proxima
nelumbo85 - 23. Feb, 03:06
